
Seit 1966 bildet die Bischöfliche Kirchenmusikschule Essen an der Klosterstraße im Herzen der Stadt – gegenüber dem Rathaus – Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker aus. Aus dem einstigen „Kirchenmusik-Seminar" des jungen Ruhrbistums ist eine feste Institution geworden. Das Angebot richtet sich an alle, die Freude an der musikalischen Gestaltung zeitgemäßer Gottesdienste haben und in ihren Gemeinden Verantwortung übernehmen möchten. Die qualitätvolle Ausbildung schließt mit der C-Prüfung ab, dauert je nach Voraussetzung zwei bis vier Jahre und lässt sich neben Schule oder Beruf absolvieren. Auf Wunsch bereitet die Schule auch auf Aufnahmeprüfungen vor und berät bei der Wahl eines Studienstandorts für ein kirchenmusikalisches Vollzeitstudium.
Seit dem Studienjahr 2020/2021 verantwortet die Schule ihre Ausbildung ökumenisch – gemeinsam mit den evangelischen Kirchenkreisen Essen, Mülheim an der Ruhr (Evangelische Kirche im Rheinland) und Gelsenkirchen/Wattenscheid (Evangelische Kirche von Westfalen). Nach einer erfolgreichen Evaluation im Jahr 2023 haben sich alle Beteiligten auf eine Fortsetzung für zunächst weitere fünf Jahre verständigt. Evangelische und katholische Liturgik und Hymnologie werden im Team-Teaching von je einem evangelischen und einem katholischen Dozenten unterrichtet, sodass alle Teilnehmenden einen respektvollen Umgang mit den konfessionell unterschiedlichen Inhalten erlernen. Nach zwei Studienjahren werden die Fächer ev. Liturgik/Hymnologie und kazh. Liturgik mit einer gemeinsamen Prüfung abgeschlossen. So besteht eine Anstellungsmöglichkeit bei Kirchengemeinden beider Konfessionen.
Das sanierte Haus an der Klosterstraße beherbergt die Kirchenmusikschule ebenso wie die Chöre der Essener Dommusik. Es bietet Seminar- und Übungsräume mit Flügeln und Klavieren sowie einen Andachtsraum. Die Kirchenmusikschule wurde 2026 mit dem Nachhaltigkeitszertifikat "Ökologisch und Fair im Bistum Essen" ausgezeichnet und setzt sich im Alltag für Nachhaltigkeit, Umweltschutz und globale Gerechtigkeit ein. Der Orgelunterricht findet vorwiegend in wohnortnahen Kirchen statt. Bei gemeinsamen Fahrten wird wenn möglich der ÖPNV genutzt, es werden vorwiegend Bioprodukte gekauft und auf die Nutzung von Einweggeschirr wird verzichtet.
Die seit 2008 als Übe- und Unterrichtsinstrument genutzte Schuke-Orgel wurde grundlegend modernisiert. In mehreren Bauabschnitten zwischen 2022 und Mai 2025 ergänzte die Orgelbauwerkstatt Hoffmann & Schindler ein Schwellwerk, einen regelbaren Tremulanten und weitere Register. Mittlerweile ist es möglich, den Klang der Orgelpfeifen mit elektronischen Klängen zu kombinieren. Eine ideale Voraussetzung, den Umgang mit Neuer Musik zu lernen. Möglich wurde das Projekt dank des Fördervereins der BKMS, des Rotary-Clubs Essen-Gruga und des Erzbistums Paderborn.
Kontakt:
Dieter Leibold, Schulleiter
dieter.leibold(at)bistum-essen.de · Tel. 0151 / 176 485 22
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