Johannes Wedeking studierte Kirchenmusik an der Hochschule für Kirchenmusik in Rottenburg am Neckar, der Hochschule für Kirchenmusik Tübingen sowie der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Dort studierte er auch das Hauptfach Gesang bei Prof. Thomas Laske. Verschiedene Meisterkurse und Hospitationen ergänzten seine Ausbildung, u.a. bei SingerPur, Wolfgang Klose, Judith Lindenbaum und Thomas Heyer. An der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf studierte er Germanistik und Musikwissenschaft. Johannes Wedeking ist und war Mitglied verschiedener Ensembles (u.a. des Kammerchors Consono, Ltg.: Harald Jers, des Vocalensembles Rastatt, Ltg. Holger Speck und des Chorus Musicus Köln, Ltg. Christoph Spering).
Gemeinsam mit „The Orpheus Consort“ widmete Johannes Wedeking sich besonders der Musik der Renaissance und des Frühbarocks. In Zusammenarbeit mit dem Teatron Theater entwickelten, schrieben und spielten sie in den Jahren 2022 und 2023 das Stück „Psychosa. Protokoll einer Recherche.“ Mit dem Ensemble „Musica Arcana“ hat er es sich zur Aufgabe gemacht, vor allem das Kantatenwerk Christoph Graupners wiederzuentdecken und -aufzuführen.
Johannes Wedeking widmet sich mit Vorliebe dem Liedgesang, vor allem bisher unbekannten, spätromantischen Komponisten. Für die Erforschung dieses Repertoires wurde ihm im Jahr 2022 ein Fellowship des Deutschen Literaturarchives (Marbach) zugesprochen. Im September 2023 war er dort an der Ausstellungseröffnung "Singen! Lied und Literatur" wissenschaftlich wie künstlerisch beteiligt. 2023 wurde er Preisträger der 26. Internationalen Forums Junge Heine-Forschung. 2024 war er Teil einer artistic research an der Klassik Stiftung, Weimar.
Johannes Wedeking ist Preisträger des Jahres 2017 der Kammeroper Schloss Rheinsberg. 2016 sang er am Theater Hagen, 2017 an den Theatern Hagen und Münster. Im Jahr 2018 sang er die Partie des Großinquisitors in der Don Carlo-Produktion für das Flanderen-Festival in Gent (Belgien). In der Spielzeit 2019/2020 war er Gast an der Oper Köln (Dean – Hamlet/Semi-Choir [Solo]) und der Oper Halle (Mozart – Don Giovanni/Masetto). Im April 2022 gastierte er als Berlioz in York Höllers „Der Meister und Margarita“ an der Oper Köln. Im November 2024 sang Johannes Wedeking die Jesus-Partie der Bachschen Matthäuspassion beim Progietto Bach im Teatro Olimpico, Vicenza. Im März 2025 spielte er gemeinsam mit Leonhard Völlm die Uraufführung des Stückes „Quo Vadis“ von Thomas Cornelius (Elbphilharmonie Hamburg).
International beachtete CD-Aufnahmen liegen vor bei den Labels Sterling Records und OrganumClassics.
Seit Beginn des Studienjahres 2025/2026 lehrt er an der BKMS Essen.
Kontakt: jo.wedeking@web.de